Interessenausgleich mit Namensliste in der Insolvenz

Wenn der Betriebsrat in Rahmen von Entlassungswellen einem Interessenausgleich mit Namensliste zustimmt, haben Kündigungsschutzklagen der namentlich genannten Arbeitnehmer meist nur geringe Erfolgsaussichten. Grund hierfür ist, dass die Betriebsbedingtheit der Kündigung zu vermuten ist und das Gericht die Sozialauswahl nur noch auf „grobe“ Fehler hin überprüfen kann. Dieser Spielraum wurde vom Bundesarbeitsgericht begrenzt: BAG vom 19.12.2013, 6 AZR 790/12.