Anwälte sind doch viel zu teuer!

Honorare von Rechtsanwälten richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Dieses sieht zwingend eine Abrechnung nach dem sog. “Streitwert” vor. In Beratungsmandaten rechnen wir in der Regel nach Zeitaufwand ab. Unsere Stundensätze berücksichtigen die Schwierigkeit und die wirtschaftliche Bedeutung der Sache und liegen zwischen 230,00 € und 300,00 €. Einzelheiten unterliegen einer vorher zu treffenden individuellen Vereinbarung.
Wir legen dabei sehr viel Wert auf Transparenz und “nachvollziehbare” Preise.

Besonders im Arbeitsrecht kann eine Rechtsschutzversicherung natürlich gute Dienste leisten. Denn nach dem Arbeitsgerichtsgesetz hat jede Partei im Gerichtsverfahren 1.Instanz ihre eigenen Kosten selbst zu tragen, egal ob sie gewinnt oder verliert! Hier kann man natürlich eine entsprechende Versicherung gut gebrauchen. Aber auch ohne eine solche kann sich der Weg zum Fachanwalt jederzeit lohnen.

Haben Sie diesbezüglich einfach keine Berührungsängste. Gerne klären wir Sie in jeder Phase unserer Zusammenarbeit also auch vor dem Entstehen von Kosten über diese entstehenden Kosten auf. Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz gibt hier enge Grenzen vor.

Geld vom Staat – Prozesskostenhilfe –

Wer finanziell bedürftig ist, erhält unter Umständen staatliche Unterstützung bei der anwaltlichen oder gerichtlichen Durchsetzung seiner Anspüche.

Um überhaupt erst einmal eine anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen zu können, kann man bei Rechtsantragsstellen der Amtsgerichte einen sogenannten Beratungshilfeschein erhalten. Mit diesem Beratungshilfeschein kann man einen Anwalt seiner Wahl aufsuchen und sich beraten lassen. Der Anwalt rechnet seine Kosten dann mit der Rechtsantragsstelle des Amtsgerichts ab. Der Mandant hat allenfalls lediglich eine Zuzahlung von 15,- Euro zu leisten.

Prozess- oder Verfahrenskostenhilfe ist eine staatliche Fürsorgeleistung im Bereich der Rechtspflege. Wenn Sie Prozess- oder Verfahrenskostenhilfe erhalten, müssen Sie für die Gerichtskosten und die Kosten der eigenen anwaltlichen Vertretung je nach Ihren persönlichen und wirtschaftlichen
Verhältnissen keine Zahlungen oder nur Teilzahlungen leisten. Aus Ihrem Einkommen müssen Sie gegebenenfalls bis höchstens 48 Monatsraten zahlen. Die Höhe dieser Monatsraten ist gesetzlich festgelegt.

Verbessern sich Ihre Verhältnisse wesentlich, können Sie auch nachträglich bis zum Ablauf von vier Jahren seit der rechtskräftigen Entscheidung oder der sonstigen Beendigung des Verfahrens zu Zahlungen herangezogen werden. Verschlechtern sich Ihre Verhältnisse, ist auch eine Verringerung von festgesetzten Raten möglich.